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Offene Horster Meisterschaften 2015

Michael Ponto

Michael Ponto

Hallo liebe Schachfreunde,

am 27.11.2015 ging die offene Horster Meisterschaft 2015 mit der letzten Runde zu Ende. Es war meine erste Teilnahme an diesem Turnier und wird auch nicht meine letzte sein. Die Spielbedingungen sind dort sehr gut, es ist reichlich Platz vorhanden. Insgesamt 28 Teilnehmer kämpften um Punkte. Bester Spieler war Marco Becker mit einer Ausbeute von 9 aus 9. Er war diesmal nicht zu schlagen, keiner hat es geschafft, ihm zumindest einen halben Punkt abzunehmen, ich auch nicht. Nochmals Gratulation für diesen Erfolg. Meine Teilnahme hat sich auf alle Fälle gelohnt, die Ausbeute betrug 6 aus 9 und 58 DWZ-Punkte kommen aufs Konto. Darüber hinaus habe ich mich mit dem erreichten 5. Platz für die Meisterklasse bei der Vereinsmeisterschaft 2016 qualifiziert. Dies war mein bisher bestes Turnier in Horst.

Im Einzelnen:

1. Runde: Jürgen Göldenboog (DWZ 1877), schwarz:

In der 1. Runde musste ich mit den schwarzen Steinen gegen Jürgen Göldenboog spielen. Keine leichte Aufgabe, zumal uns über 200 DWZ-Punkte trennen. Ich kam nicht gut aus der Eröffnung, ein Läufer spielte überhaupt nicht mit und folgerichtig folgte eine Niederlage.

2. Runde: Heinz Klöckers (DWZ 1279), weiß:

Mit den weißen Steinen musste ich gegen Heinz Klöckers (DWZ 1279) ran. In diesem Spiel gab es keine Probleme, vernünftig entwickelt und gewonnen.

3. Runde: Frank Ladnorg (DWZ 1554), schwarz:

Da ich an die bittere Niederlage im letzten Jahr bei der offenen Stadtmeisterschaft gegen Frank zurückdenken musste, ging ich eher zurückhaltend mit den schwarzen Steinen in diese Partie. Diesmal lief es gut für mich. Ich kam gut aus der Eröffnung und gewann 2 Bauern mit guter Stellung. Kurze Zeit später gab mein Gegner auf.

4. Runde: Dirk Dönges (DWZ 1750), weiß:

In dieser Partie habe ich gut entwickelt, meine Figuren standen gut. Mein Gegner hat die Entwicklung total vernachlässigt und geriet in einen vernichtenden Angriff. Die Dame fiel und später auch der König. Ein Sieg, den ich gar nicht eingeplant hatte.

5. Runde: Okan Karabügül (DWZ 1636), schwarz:

Mit den schwarzen Steinen musste ich gegen Okan Karabügül (DWZ 1636) ran. Ich kam gut aus der Eröffnung und hatte eine gute Stellung. Nachdem mein Gegner falsch abtauschte, konnte ich eine Figur gewinnen und auch die Partie.

6. Runde: Marco Becker (DWZ 1954), schwarz:

Nachdem ich im letzten Jahr gegen Marco mit den schwarzen Steinen bei der Stadtmeisterschaft im Endspiel den kürzeren zog, hatte ich mir diesmal doch einiges ausgerechnet, obwohl bis dahin Marco alle Partien gewinnen konnte. Aus der Eröffnung kam ich gut raus. Im Mittelspiel hatte ich 2 Bauern gewonnen. Danach hatte Marco das bessere Spiel, wobei ich meine aktive Stellung in eine passive verbaute. Marco brachte beide Türme auf die 7. Reihe, wonach ich dann aufgab. Diese Niederlage schmerzte nicht, da ich gegen den Turniersieger (9 aus 9) verlor.

7. Runde: Julia Walker (DWZ 1725), weiß:

In dieser Runde musste ich gegen die sympatische Julia ran, eine talentierte Spielerin aus der Jugend. Da ich Julia in anderen Partien beobachtet hatte, ging ich vorsichtig in dieses Spiel. Ich kam gut aus der Eröffnung. Das Spiel plätscherte dahin. Julia verbrauchte sehr viel Zeit. Mein Angriff war leider nicht gut vorbereitet. Julia verteidigte sich sehr geschickt und gewann sogar einen Bauern, den ich jedoch einige Züge später hätte zurückgewinnen können. Sie bot mir remis an, das ich sofort annahm, da keine Gewinnaussicht mehr bestand.

8. Runde: Walker, Adam (DWZ 1804), weiß:

Gegen Adam ging ich mit gemischten Gefühlen in die Partie, da ich bisher noch keine Partie gegen ihn gespielt habe. Es war die längste Partie in diesem Turnier (4 1/2 Stunden). Aus der Eröffnung kam ich sehr schleppend, schwarz konnte gut ausgleichen. Es gab Situationen, wo schwarz hätte Vorteile erreichen können, dies aber nicht tat. So bekam ich wieder gutes Spiel und leichte Vorteile. Nach ca. 3 Stunden unterbreitete ich ein Remisangebot, das Adam jedoch ablehnte. Das Spiel ging weiter. Ich hatte ein starkes Läuferpaar gegen zwei Springer, die nur in der Verteidigung standen. Beide Damen waren noch vorhanden. Nur sah ich leider keine Gewinnmöglichkeit, so dass ich das später von Adam unterbreitete Remisangebot annahm.

9. Runde: Eckardt, Samuel (DWZ 1764), schwarz:

In der letzten Runde musste ich gegen Samuel ran, den ich bisher noch nicht kannte.

Aus der Eröffnung kam ich sehr schlecht raus, wobei ich durch unbedachte Bauernzüge meinen Damenflügel stark schwächte. Samuel drückte auch sofort aufs Zentrum, da ich noch nicht rochiert hatte. Glücklicherweise konnte ich dann rochieren, die Probleme blieben. Dann opferte Samuel seinen schwarzfeldrigen Läufer, wobei dies etwas unbedacht war, denn ich konnte mich aus einer bedrückten Stellung etwas befreien. Das Spiel von weiß war blockiert, ich konnte die g-Linie in Beschlag nehmen und kurze Zeit später erfolgte die Aufgabe von weiß. Auch mit diesem Sieg hatte ich nach einer verkorksten Eröffnung nicht gerechnet, da ich innerlich die Partie nach 10 Zügen bereits abhakte.

 

Alles in allem ein sehr schönes Turnier mit netten Leuten.

Es gefällt mir inzwischen dort so gut, dass ich ab Dezember 2015 als passives Mitglied beigetreten bin, um in 2016 noch mehr vereinsinterne Turniere mitspielen zu können.

Mein Verein bleibt der SV Zeppelin, wo noch genug Arbeit in der Bezirksliga auf uns wartet.

Einen schönen Adventsgruß von

Michael Ponto

 

 

5 Antworten auf Offene Horster Meisterschaften 2015

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